Wo sind die Geocachingblogger hin?

Fast nur noch Gewinnspiele, gekaufte Blogbeiträge, Buchvorstellungen mit Amazonlink, Videos von Groundspeak oder Ingress in den News. Ist Geocaching wirklich am Ende, wie es moenk prophezeit? Gerade mal fünf Blogbeiträge im eigentlichen Sinne kann ich aktuell unter den letzten 40 Neuigkeiten entdecken.

13 comments to Wo sind die Geocachingblogger hin?

  • Weisst Bescheid? Die Leute hängen zu viel in Fratzenbuch und Twitter rum. Und es interessiert auch keinen mehr, wenn man gute Beiträge schreibt, weil die Leser völlig übersättigt sind. Daher mach ich auch keinen Podcast mehr.

  • Hm, den Sinn von Twitter hab ich bis heute noch immer nicht kapiert. Und im Fratzenbuch bin ich letzte Woche aus allen Cachinggruppen raus, weil das Niveau dort noch unter dem von Foren lag. Wenn ich mir das geben möchte, gehe ich gezielt in ein Forum rein, was den Vorteil hat, das man nicht den ganzen Dünnpfiff ständig auf die Startseite bekommt.

    Podcasts hab ich schon immer ignoriert. Die wenigstens haben die Eignung so etwas zu gestalten und labern meist so vor sich hin. Für mich als Konsumenten bedeutet es zusätzlich einen Mehrverbrauch an Zeit gegenüber gelesenen Texten.

  • SEO findet so was eben gut. Ich bekomme Angebote für Gewinnspiele, Werbung, gekaufte Beiträge im Wochentakt und mache mir mittlerweile nicht mal mehr die Mühe, sie zu beantworten. Ich will keine Werbung, keine gekauften Beiträge lesen, also biete ich auch keine an. Kann aber jeder halten wie er will.

    Ich muss aber zugeben, dass ich sowieso zu lange untätig gewesen bin. So sehr, dass mir mancher schon gesagt hat, dass ich ja sowieso nur noch tauche und gar nicht mehr cache – was nicht stimmt. Ich muss nur keine 3000 Caches mehr pro Jahr machen.

    Habe erst zuletzt wieder ein wenig mehr in meinem Blog gemacht. Die Abruf-Statistiken ernüchtern allerdings. Es zünden praktisch nur Beiträge mit Nutzwert – also Gerätetipps und direkte Tipps zum Cachen. Was über den Tellerrand hinausgeht, findet weniger Interesse. Und mo-cacher hat es schon geschrieben – Facebook zieht klar Nutzer von den Blogs ab.

    Und wenn ich – wie gestern – eine Meldung über die neue Garmin-Topo bekomme, dann twittere ich die lieber, als dass ich einen Beitrag im Blog veröffentliche – hätte ich früher wohl anders gemacht.

    Somit: Danke für den freundlichen Schubser 😉

  • Zappo

    Vielleicht sind sie ja „Ab zum Cachen“ ?

    Ich seh eher, daß die Bloggerei über alles und jeden ne natürliche Grenze hat und sei es nur deshalb, weil der Zeitbedarf des Einzelnen sich auch in immer mehr Sachen teilen muß.

    Und ganz ehrlich – ein Blog übers Geocachen? Das mag bei einer handvoll Seiten mit spezifischen Inhalten und Agendas vielleicht sinnvoll sein – für viele ist das Mitteilungsbedürfnis aber durch Logs am Cache und durch die Foren gesichert – und der regionale kleinteilige Infoaustausch vielleicht sogar durch Twitter, FB und natürlich durch Mailen.

    Ich sah noch nie einen Bedarf für diese ganzen Blogs. Wenn was tot ist, dann dieses. Zurecht – meiner Meinung nach. Ist einfach am Bedarf vorbei.

    Gruß Zappo

  • @Zappo: Ich lese gerne Cacheempfehlungen von Dosen, die weiter weg sind. Das läuft dann alles in Planungen für die Zukunft ein. Mein diesjähriger Jahresurlaub geht auf einen Blogbeitrag zurück.

    Ebenso schätze ich den Mix von JR849, wobei es der dem Leser mitunter mit seiner übersteigerten Redaktionswut manchmal ein wenig schwer macht.

    Was mich eben nervt sind die ständigen Gewinnspiele und bezahlten Produkttests, die eh keiner für voll nimmt.

    Blogs haben für mich Sinn, mich gefiltert auf Neuigkeiten etc. in der Cacherszene hinzuweisen. Das funktionierte mal ganz gut.

  • -jha-

    Ich kann mich Zappo nur anschließen:
    Die Themen die sich sinnvoll verbloggen lassen sind durchgekaut.
    X mal. Und worüber will man auch noch so schreiben, dass es für den Leser einen Mehrwert bietet?
    Die gekauften Reviews der Solinger Taschenlampenimporteure hast Du ja schon angesprochen. Dann kann man noch Reklame für angeblich seltene Coin-Editionen machen (um den Hype etwas zu befeuern und den Wert der eigenen Sammlung zu steigern.)
    Oder man schreibt, dass man letztes Wochenende einen schönen Waldmulti gemacht hat, nebenbei noch ein paar Tradis und hinterher gab’s was zu Essen.
    Das wird aber spätestens beim vierten Artikel ziemlich holzschnittartig, wenn man denn nicht den ganzen Multi spoilern möchte.

    Dann könnte man noch über kommende Mega-Events schreiben. „Hui, es haben sich ganz viele angemeldet und wir freuen uns auch ganz dolle, vielleicht treffen wir wen.“
    Oder über vergangene Mega-Events
    „Es war ganz schön voll. Wir haben viele getroffen und folgende Coins discovered. Ausserdem musste man zum Loggen bei den Tradis der Umgebung anstehen. Aber da haben wir auch viele Leute getroffen.“

    Alternativ kann man natürlich noch die jeweils aktuellen Themen der bekannten Foren gut(!) zusammenfassen, als Digest quasi für Leute mit wenig Zeit oder keine Lust auf Foren.
    Aber zum einen lästern dann einige Leute über den Nacherzählstil oder die persönlichen Wertungen. Ausserdem macht das ja schon jemand.

    Oder man verblogt Lostplaces. Mit dem Effekt, dass die Locations noch schneller gerockt werden und/oder davon Couchpotatoe-SBAlogger angezogen werden. („Ich habe meinen LP nicht durchs Review bekommen, also soll auch niemand anders…“)

    -jha-

  • Zappo

    @clownfish

    Ist sicher richtig – aber wie ich schrob: Platz für wenige, sinnvolle, redaktionell betreute. Und nicht für solche, die sich aus Gewinnspielen, „Nachrichten“ aus der Selbstbeweihräucherungsszene oder „heute-fällt-mir-grad-nix-ein-Beiträgen“ zusammensetzen.

    Vielleicht putzt sich die Szene ja auch ein bisschen – was durchaus sinnvoll wäre.

    Gruß Zappo

  • Tobit

    Hab doch gar keinen Amazonlink bei der Buchvorstellung mit drin. 😉

  • @Zappo („Vielleicht sind sie ja “Ab zum Cachen” ?“): Schappoh 😉

    (Schuldigung, ich konnte mir den Ausflug in die Wortspielhölle nicht verkneifen – der lag so nah)

    Seh ich ganz genauso. Erst jammern alle, dass das streng geheime Hobby nicht mehr geheim ist, weil 1000 Blogs darüber berichten – und kaum berichten keine 1000 Blogs mehr darüber, jammern alle, dass das streng geheime Hobby wohl tot ist.

    Und selbst wenn es tot ist: Hervorragend, dann hab ich meine Ruh wenn ich draußen ein paar Dosen suche. Ist doch alles bestens.

    Außer, dass ich jetzt vielleicht einen kleinen Minderwertigkeitskomplex entwickele, weil mir noch niemand angeboten hat, Produktplacement-„Tests“ oder „Gewinnspiele“ auf meiner Webseite zu veröffentlichen. Aber das mag vielleicht auch daran liegen, dass ich keine Trollgrube unter meinen Artikeln habe und daher für die SEO-Trickser uninteressant bin. Hoffe ich.

    chrysophylax.

  • Zum Thema alles tot: Meine Hoffnung ist ja, dass das Geocachen die Entwicklung von Inlineskaten, Squash oder in meiner Jugend Jojo durchmacht: Anfangs verfolgt das Hobby eine kleine Gruppe, dann gibt es einen Hype, der wieder abflacht und irgendwann interessiert es nur noch die eingefleischten. Den Zenit hat das Geocachen sicher überschritten und das ist gut so.

  • Wallace&Gromit

    Hoffentlich wird es weniger, denn weniger ist oft wirklich mehr. 😉

  • Also ich habe vor kurzem mit dem Geocaching Blogging angefangen. 😉 Siehe Link. Okay, einen Werbebanner habe ich rechts auch aber sonst habe gehe ich erstmal auf meine persönlichen Erfahrungen ein und später will ich auch ein paar Tipps fürs Geocaching bloggen.

  • Dominik Karch

    Ist mir auch schon aufgefallen, es werden nurnoch wenige Geocaching Erfahrungen geteilt – stattdessen soll Geld damit verdient werden. Ich habe mich für meinen Geocaching Kurs in meiner Nähe eingeschrieben, da ich es bevorzuge selbst auf Geocaching Reise zu gehen statt nur davon zu lesen.

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