Was uns die Österreicher voraus haben

Den deutschen Geocachern wird ja immer erzählt, dass neue Reviewer direkt von Groundspeak ernannt werden, ohne dass diese vorher von den bestehenden Kollegen ausgesucht werden. Glauben mag diese Mär wohl kaum jemand. Trotzdem hält man an der Aussage fest.

In Österreich ist man da scheinbar weiter. Dort kam nämlich jetzt ein neuer Reviewer dazu und statt das (wie hierzulande) nur mit einem Einzeiler auf der Homepage anzukündigen, wurde der neue Reviewer Qualiflyer kurz vorgestellt und geschildert, was dazu geführt hat, dass er von Tafari und pupSino ausgesucht wurde. Tja, Transparenz und Offenheit, da sind uns die Österreicher wohl voraus.

6 comments to Was uns die Österreicher voraus haben

  • Nunja, viel besonders viel Inhalt und Information war da aber nicht enthalten in der Begründung, warum es gerade ihn traf. Wir lernen: Als Reviewer muss man mindestens 10k Funde und 80 gelegte Dosen haben.

    Die Zeitdauer, wie lange man sich dem Hobby hingibt, scheint hingegen nicht ganz so wichtig zu sein. 2009 ist jetzt nicht soooo lange her.

    Beides in Kombination wird dann spontan einleuchtend: Wer in 3 Jahren 10k Funde schafft, hat VIEL Zeit zu viel – und ist natürlich der perfekte Kandidat, diese VIELE Zeit für einen höchst undankbaren Job für Andere zu opfern.

    Auch wenn es sich bis hierhin nicht so anhört: Ich ziehe den Hut vor Leuten, die sich freiwillig diesen Job antun. Respekt. Erst recht davor, dass der Herr dann tatsächlich als gutes Beispiel vorangeht und mit seinem normalen Such-Account reviewt. In Deutschland sind Sockenpuppen-Accounts für Reviewer ja leider noch relativ verbreitet.

    chrysophylax.

  • @Chrysophylax: Bei so vielen Funden muss man nicht zwangsläufig zuviel zeit haben, es genügt wenn ein paar Powertrails, in diesem Fall der Blaumilchkanal, in Reichweite sind. 😉

    Ansonsten sind die Veröffentlichungen der österr. Reviewer bezüglich der Aufnahme neuer Kollegen in der Tat ein guter Schritt. Hier in Deutschland wird ja gemauert bis dorthinaus. In der oben verlinkten Seite der deutschen reviewer wird ja auch wieder nur auf das englische Original verwiesen, obwohl sonst jeder Krempel übersetzt wird. Aber klar, möglicherweise fallen dem geneigten leser sonst folgende Dinge besonders schnell ins Auge:

    „Positive reputation within the local geocaching community“

    Hier gibt es viele, die eine deutlich bessere Reputation in der Community haben als die Reviewer. abgesehen davon lässt sich das bei vielen Reviewern gar nicht nachvollziehen, da sie ja aus ihrer Identität ein großes Geheimnis machen (Stichwort: Sockenpuppe).

    „Involvement with local geocaching organizations“

    Ein ganz besonders lustiger Punkt, denn es gibt in Deutschland kaum wirkliche Geocaching-Organisationen. Neben ein oder zwei kleinen regionalen Vereinen gibt es in Deutschland lediglich den „Opencaching Deutschland e.V.“ als echte Organisation, aber deren Mitglieder dürften durchweg den Reviewerjob ablehnen, selbst wenn man ihnen das gezielt anböte.

    Lustig ist auch, dass der Punkt „communication skills“ ganz gestrichen wurde, denn die musste man früher noch mitbringen. Ein „Fachgebiet“ übrigens, auf dem einer der Reviewer schon einmal ganz gehörig versagt und das auch noch im Geoclub veröffentlicht hat. Aber da man bei Groundspeak den Kontakt zu lokalen Behörden und Organisationen ohnehin auf eine Archiverungsmeldung zu beschränken versucht, ist diese Fähigkeit vermutlich auch nicht mehr notwendig.

  • Vielleicht gibt es in felix Austria auch deshalb mehr Offenheit und Transparenz, weil man es sich leisten kann, da man mit den Reviewern anders umgeht als in Deutschland.
    Mir ist jedenfalls nicht bekannt, dass ein Reviewer in Österreich wegen der Archivierung eines Caches aggressiv angegangen wird und dies lange Diskussionen im Forum auslöst.
    Da bleibt man dann doch lieber anonym – anders als bei unserem Nachbarn.

  • @Albatross1901: Ich kann nichts zur Qualität der österreichischen Reviewer gegenüber denen in Deutschland sagen. Allerdings bezweifle ich, dass der österreichische Geocacher prinzipiell freundlicher ist als der in Deutschland. Ich bin eher der Meinung, dass der Ton untereinander in Deutschland ursächlich vor allem aus dem Versteckspiel der Reviewer entstanden ist. Und der von Dir angesprochene Fall ist ja so hochgekocht, weil eben erst nach der Archivierung überlegt wurde, was eigentlich der richtige Weg gewesen wäre, bzw. wie ich es mitbekommen habe, die Dose archiviert wurde, ohne auf eine Antwort des Owners zu warten.

    Rechtzeitige Kommunikation auf Augenhöhe hätte da viel verhindert. Überhaupt wurde in der Kommunikation seitens der Reviewer viel verpasst. Die gc-reviewer.de ist ein richtiger Schritt. Vorbildlich bezeichne ich Stoertebreker, der gerade mit dem aktuellen Beitrag zwecks Abstandsregel genau richtig handelt. Dadurch macht er Entscheidungen gerade im Grenzbereich nachvollziehbar. Die anonymen verbalen Entgleisungen einzelner Cacher kann man natürlich nicht verhindern, doch glaube ich, dass Ottonormalcacher diese Trolle durchaus einordnen kann.

    Weiter würde ich mir wünschen, dass alle Reviewer nach gleichen Regeln handeln und entscheiden. Da haben es die Österreicher natürlich ungleich leichter eine Absprache zu treffen. Denn drei Reviewer bringt man natürlich leichter unter einen Hut.

  • @Albatross01: So sehr unterscheiden sich Deutschland und Österreich nicht, was ihre reviewer und deren Beliebtheit in der Community betrifft. In beiden Ländern haben sie Fanboys und in beiden Ländern gibt es Cacher bei denen die Probleme mit den Reviewern überwiegen. Tafari ist in AT bspw. für viele das, was Fritz-aus-Bayern für viele Bayern ist, wenn Du verstehst was ich meine…

  • klaubi

    Es ist nun mal so, dass man Entscheidungen von jemand, mit dem man schon selbst Cachen war oder dessen Caches man schon gefunden hat, leichter akzeptiert, auch wenn diese einem nicht immer gefallen.

    Der einzige Grund, sich einen eigenen Reviewernamen zuzulegen sollte sein, wenn man GeoCaching sonst im Team betreibt – ein Teammitglied kann nicht gleichzeitig „ein“ Reviewer sein.

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