Schwitzen trotz “Sieben Grad” D5/T5

Es gibt Dinge, die bewirken manchmal genau das Gegenteil von dem, was sie sollen. Wenn man beispielsweise so etwas liest, wird man irgendwie magisch angezogen, statt abgeschreckt zu sein:

Nehmt keine Kinder mit, nicht mal zum draußen im Wald warten, ihr werdet mindestens drei Stunden unter Tage sein und zwischenzeitlich jedes Zeitgefühl verloren haben. Versucht nicht, den Helden zu spielen. Akzeptiert eure persönlichen Grenzen. Das Eingestehen einer Niederlage ist manchmal die beste Entscheidung. Bedenkt, dass eine Panikattacke strategisch ungünstig ist wenn zwischen euch und dem Ausgang noch viele Meter Fels liegen. Der Fels in der Höhle ist absolut stabil. Den Knochen- und Faustkeilfunden nach schon zehntausende Jahre lang. Deine Gegner sind einzig und allein deine psychische Stabilität und dein innerer Schweinehund.

Und wo findet man so etwas? Dieser Hardcore (5/5) namens Sieben Grad (GC242PB) befindet sich bei Essing, 30 Kilometer südwestlich von Regensburg. Die ganze Gegend ist durchzogen von Höhlen, manche kann man bequem durchwandern, manche gehen nur ein paar Meter ins Innere und manche sind kaum zu finden. Und dann gibt es diese eine Höhle, in der ein Cache liegt, der nicht so ganz leicht zu erreichen ist und einem viel Selbstdisziplin und Überwindung abfordert.

Um es kurz zu machen: Am Ende eines 75 Meter langen Ganges, den man noch relativ bequen durchschreiten kann, befindet sich ein schräges Loch, in das man rückwärts an einem Seil rein muss. Unten kann man sich dann gerade so umdrehen, bevor es in einen Gang mit 20 Meter geht, der nur so groß ist, dass man auf dem Bauch durchrobben kann. Einmal drin gibt es kein zurück bis zu der Dose, die am Ende in einer großen Kammer wartet.

Hier ein paar Eindrücke vom Abstieg ins Loch und aus dem Schluf selbst, als mal etwas Platz war und man zurückschauen konnte.

Ein kleines Video hab ich auch noch geschnitten:

8 comments to Schwitzen trotz “Sieben Grad” D5/T5

  • Okay, dann brauche ich mir also keine Gedanken mehr machen, ob ich da evtl. doch mit reinkomme, oder? 😉

    Wobei ich beim Anblick der Bilder aber auch so meine Zweifel habe, das meine Killerplauze da durchpasst…

  • WOOOOOOWWWWWW – auch will!! 🙂

    Nach dem „anderen“ 7 Grad weiß ich ja zumindest, daß ich nicht an Platzangst leide. 🙂 Das klingt mehr als genial – ist nur leider nicht eben um die Ecke! 🙁

  • jens marder

    Erinnert mich an GC „Klaustrofobie“ bei Arnstadt (GC1V1NH)

  • Clownfisch

    @Schrottie: Ich gehe da gerne nochmal mit Dir rein!

  • Naja, ich bin halt nicht so wirklich der Höhlenfahrer. Aber verlockend klingt es schon. Bis November ist ja noch einiges an Zeit, da kann ich noch ein wenig drüber nachdenken… 🙂

  • still-hide

    Jemanden mag nicht grausen…welch Fehler man da beim Höhlenbefahren sieht…auweh…

  • Speleologe

    Vieleicht solltet Ihr Euch auf Dinge beschränken, von denen Ihr auch was versteht. Auch wenn es sich bei der Klausenhöhle um eine sehr simple und auch bereits fast komplett zerstörte Höhle handelt, ist eine Befahrung fahrlässig. Eine eventuelle Bergung ist richtig teuer und wird in Rechnung gestellt, was bei anderen Höhlen bereits ganz gut geklappt hat. Allerdings fand ich die Idee mit dem Seil ganz gut – die Kindergruppe kann es ohne……

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