Schrotties Sockenpuppenfrage

Da hat Schrottie diesmal eine heftige Diskussion losgetreten, als er im Groundspeakfeedback vorschlug, die Reviewer sollten sich doch nicht hinter einem zusätzlichem Nickname verstecken, sondern mit dem Namen reviewen, mit dem sie auch cachen gehen. Und dabei hat er doch recht, denn wenn ich mir ansehe, was auf Cachertreffen oft spekuliert wird, wer sich hinter welchem Reviewer versteckt und wie teilweise Fallen gestellt werden, um das Geheimnis zu lüften. Am letzten Event hörte ich dann zwei Storys, wie „entlarvt“ wurde. Da wurde eine Grafik auf dem eigenen Webserver im neuen Cache eingebunden und anschließend Logfiles analysiert, wer die Grafik zuerst aufgerufen hatte. Pech des Reviewers war dann, dass er aus einem großen Firmennetz (ich nehme an während der Mittagspause 😉 ) den Cache aufrief. Der Admin dort war „zufällig“ auch Cacher und so war schnell herausgefunden, um wen es sich handelt. Das Bundesdatenschutzgesetz lässt grüßen! Ein anderer Fall, ähnliche Vorgehensweise. Wieder eine eingebundene Grafik im neuen Cache, zeitgleich eine HTML-Mail mit anderer Grafik an einen „Verdächtigen“. Als dann beide Grafiken von der gleichen T-Online IP aufgerufen wurden, war der Fall wieder klar. Was ich damit sagen möchte: Irgendwann kommen die Namen eh an die Öffentlichkeit.

Viel besser wäre es, wenn mehr Transparenz im Geschäft wäre. Ich kenne so manchen hier in der Gegend, der sich schon über „Fritz-aus-Bayern“ aufgeregt hat. Da mussten Cachetitel umgenannt werden, weil „Scheiße, der Beagle ist weg“ nicht den Ausdrucksformen von Groundspeak in den Kram passt und ähnliches. Klar schimpft man dann gerne mal, denn es ist ja egal, wenn man über Unbekannte herzieht. Hätte man dann ein Gesicht zum Namen und würde den Reviewer persönlich kennen, wäre das sicherlich nicht so. Reviewer sollten ein Teil der Community sein und nicht irgendwo wie der heilige Geist über allem schweben. Und ich glaube kaum, das ein Reviewer, der einen guten Job macht, irgendwelche Repressalien zu befürchten hätte, wie man es teilweise als Gegenargument vernimmt. Auf jeden Fall könnte durch mehr Transparenz das Gerücht der Vetternwirtschaft entkräftet werden. Also weg mit den Sockenpuppen für Reviewer!

Nachtrag: Groundspeak hat wohl der treffende Ausdruck „sockpuppets“ nicht gefallen und kurzerhand wegzensiert.

17 comments to Schrotties Sockenpuppenfrage

  • Respekt, die Story mit den Grafiken war mir neu. Aber ein gutes Beispiel ist sie, zu welch Auswüchsen die aktuelle Verfahrensweise führt.

    Allerdings dürfte das Vorhaben kaum Erfolg haben, denn der CEO hat sich schon negativ geäußert (und gleich das Topic zensier^Wgeändert).

  • howc

    Öm.. wir ösis haben zwar nur 2 Reviewer aber die sind bekannt. Es geht ned immer Reibungslos ab, aber wir haben keine Paranoia wenn was ned published wird. 😉

  • Ich kenne von einem Sockenpuppenaccount den Namen welcher dahinter steht. Besser finde ich es allerdings das man auch dazu steht wie bspw. Eigengott

  • radioscout

    Es war ja klar, daß das kommen würde. Hatte ich das nicht mal in einer Diskussion über „aktive Inhalte“ geschrieben? Oder hatte ich es nicht getan, um keinen auf dumme Ideen zu bringen?

    Ich hoffe, daß das das Ende von „Caches“ ist, für die man Dateien herunterladen muss denn damit ist noch viel mehr möglich.

    Die Lösung für das Problem ist ganz einfach: ab sofort Cachebeschreibungen nur noch als Text, evtl. noch Bilder einbinden zulassen, müssen aber auf dem Groundspeak-Server liegen.

  • Supersabs

    Wie howc schreibt, Österreich hat 2 Reviewer (die wir beide persönlich kennen), und unsere Reviewer in Italien sind auch bekannt. Kazuma hat gleich mit seinem „normalen“ Account reviewt, und Semper Liberi hat sich auch geoutet, also wer wissen will welcher Cacher das ist hat keine Probleme das rauszufinden.
    Aber ich muß ehrlich sein, ich würde auch darüber nachdenken einen Zweitaccount zu erstellen. Wenn ich bedenke, welche Polemiken unser erster Reviewer Kazuma ausgelöst hat, und wer alles mit ihm zu streiten begonnen hat…ne, das wäre mir zu stressig. Ich habe mir zuerst gedacht, daß das an unserer heissblütigen Mentalität liegt *grins*, aber in Deutschland wird was Reviewer und Regelauslegung auch nicht mit weniger harten Bandagen gekämpft.
    Ich denke mir immer, es ist doch nur ein Spiel! Und wenn Cacher und Reviewer korrekt sind, findet man meist eine Möglichkeit den Cache so zu publizieren daß beide zufrieden sind.

  • Redstav

    *Ironie an*
    Interessant die ganze Unterhaltung, da fragt man sich
    doch, was passieren würde wenn User die Namen jener welcher
    in Erfahrung bringen würden, was durchaus schon geschehen
    ist und diese dann im Internet auf privaten Seiten
    veröffentlichen würden.
    *Ironie aus*

    Warum ein realer Ansprechpartner schlechter sein soll,
    als ein virtueller Account, der sich mit jeder Entscheidung
    hinter der vermeintlichen Anonymität verstecken kann, bleibt
    mir ein Rätsel.

    Gerade der persönliche Kontakt, den wir in Österreich mit
    Tafari und Pupsino hatten, war doch sehr interessant, um sich
    auch über die ein oder andere fragwürdige Entscheidung so mancher Reviewer zu unterhalten.

    Schade das man für solch eine Gesprächsrunde über 2 Jahre warten, und erst ins Ausland fahren muss.

    Und ja die Unterhaltungen verliefen in angenehmen Rahmen auch
    wenn manche Ansichtsweisen doch etwas unterschiedlich waren,
    so war der Grundgedanke nach einer gemeinsamen Dosensuche doch
    vorhanden.

    Meiner Meinung nach gibt es dem Reviewer an sich schon sehr viel mehr ansehen, als es im Moment leider der Fall ist.

    Vor allem, wird jedem Kind doch schon im Kindergarten gelehrt
    wenn du nichts böses getan hast brauchst du dich auch vor niemanden zu verstecken. *Jenseits von Gut und Böse*

    So und jetzt hab ich keine Lust mehr weiterzuschreiben, dabei würde mir noch sooo viel sinnloses zu dem Thema einfallen.

    Viele Grüße
    Redstav

  • eigengott

    „Klar schimpft man dann gerne mal, denn es ist ja egal, wenn man über Unbekannte herzieht. Hätte man dann ein Gesicht zum Namen und würde den Reviewer persönlich kennen, wäre das sicherlich nicht so.“

    Leider kann ich diese gewagte These für Deutschland nicht bestätigen. Von einem respektvollen Umgang unter Geocachern (inklusive Reviewern) wie z.B. in der Schweiz sind wir leider weit entfernt.

  • Redstav

    @ eigengott

    “Klar schimpft man dann gerne mal, denn es ist ja egal, wenn man über Unbekannte herzieht. Hätte man dann ein Gesicht zum Namen und würde den Reviewer persönlich kennen, wäre das sicherlich nicht so.”

    Das würde ich so nicht stehen lassen. Sicherlich gibt es auch Leute die dann sagen: Oh mein Gott, die Pfeife hat schon wieder …
    Auch bezweifle ich, dass es bei den bekannten Reviewern immer glatt läuft. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch du schon solche Erfahrungen sammeln durftest. Allerdings wird doch über eine Gruppe, die inkognito arbeitet sicherlich mehr hergezogen. Ob dies nun zwangsläufig gut für den Ruf von Geocaching, oder den der Reviewer selbst ist waage ich einmal zu bezweifeln.

    Ich persönlich, fände es auch nicht schlimm, wenn Reviewer einen zweiten Account besitzen, mit dem sie ihre Arbeit erledigen, jedoch sollte dieser zumindest mit dem normalen Account
    identifizierbar sein um auch etwas „Persönichkeitsarbeit“ nach außen hin zu leisten.

    Von meiner Seite her kann ich nur so viel sagen, dass mir ein öffentlich bekannter Reviewer wesentlich lieber ist. Irgendwie kommt mir bei unbekannten „Schiedsrichtern“ doch eher eine
    „Untergrundstimmung“ auf, nach der Frage der Legalität.

    Viele Grüße aus dem herrlichen Frankenland 🙂
    Redstav

  • sebkom

    Schlimm find ich nicht, dass Reviewer Sockenpuppen-Accounts haben, sondern dass den Leuten, die ihre FREIZEIT dem Reviewen unserer Caches opfern, hinterher spioniert wird. Wo sind wir denn hier? Das mit den Logfiles etc. ist unterste Schublade und schon fast kriminell, wie ich finde.

  • Sebkom, das ist einfach nur eine Folge des Versteckspiels. Wir leben in einer recht offenen Gesellschaft, da kann man nicht kommen und sagen. „Hier, Dein neuer Reviewer, er ist ein toller Typ und wird das Kind schon schaukeln!“. Da muß man auch zeigen, das der Reviewer wirklich dieser Tolle Typ ist und vor allem den selbst formulierten Anforderungen entsprecht. Versteckt sich der Reviewer aber nun hinter einer Sockenpuppe, dann ist es nur normal das sich Menschen finden, die eben nicht einfach nur alles hinnehmen sondern auch mal etwas hinterfragen. Und das führt dann eben auch zu solchen Aktionen.

  • […] Also stöberte ich weiter, bis ich heute endlich die Lösung in den Kommentaren von Schrotties Blogeintrag gefunden habe: Es ist in der Tat ein Mehrfach- oder Facke-Account, der dazu genutzt werden soll, […]

  • Halloo, finde es voll schön, dass ich diesen Blog hier erspaeht habe.Ich bin echt hingerissen, dass ich diesen Blog hier erspaeht habe. Moechte im Vorraus schon jetzt fuer diesen aufschlussreichen Artikel bedanken. Ich meine, die Art und Weise, wie er präsentiert wurde, ist ziemlich ansprechend. Eventuell ein paar mehr Bilder. 😉 Dessen ungeachtet habe ich diese Seite zu meinen Favoriten hinzugefügt, damit ich weiß, falls was Neues geschrieben wird. Eine Frage habe ich noch: Sagt ihr mir welche Seite ( ww.suma-add.de oder ww.webseiten-anmelden-sofort.de ) fuer Suchmaschinenoptimierung besser geeignet ist? Ist super, wenn ihr mir dabei helft !Liebe Gruesse Eure Sarah

  • Clownfisch

    Liebe Sarah,

    Du solltest ebenso wie Nicole und Jessica keine dieser Seiten benutzen. Die erbringen eine Leistung für 89,- Euro, die man überall umsonst haben kann und schicken Dir ein Inkassobüro ins Haus, wenn Du trotz Widerruf nicht zahlst. Siehe dazu auch: http://www.computerbild.de/internet-abzocke/suma-add.de

    Außerdem solltest Du mal überlegen, einen Kurs in Rechtschreibung zu belegen.

  • 123MAINE

    Zitat: „…Da wurde eine Grafik auf dem eigenen Webserver im neuen Cache eingebunden und anschließend Logfiles analysiert, wer die Grafik zuerst aufgerufen hatte. Pech des Reviewers war dann, dass er aus einem großen Firmennetz (ich nehme an während der Mittagspause ) den Cache aufrief. Der Admin dort war ”zufällig” auch Cacher und so war schnell herausgefunden, um wen es sich handelt. …“

    Warum Pech des Reviewers? Ich würde eher sagen da ist was falsch gelaufen ;-)!
    Der jeweilige Reviewer macht gar kein Geheheimnis (mehr) aus seiner tatsächlichen Identität. Er hat aber mit dem besagten „großen Firmennetzwerk“ eigentlich nichts zu tun und published auch ausschlißlich in seiner Freizeit. Der Admin dort kann also gar nicht auf den richtigen Namen gekommen sein :-).

    Ich verstehe nur nicht den Aufwand den Ihr betreibt um einen Namen heraus zu bekommen :-), aber wenn es Spaß macht. Es gibt aber vielleicht auch noch andere Gründe, warum man Reviewertätigkeiten unter einen anderen Accountnamen laufen lässt.

    Don’t trust everything :-).

    Grüße
    Thomas

  • Clownfisch

    Ich verstehe nur nicht den Aufwand den Ihr betreibt um einen Namen heraus zu bekommen

  • 123MAINE

    Ich weiss, es war eine R – N „Co-Produktion :-).

  • @123MAINE/Peter Puffin: Schonmal darüber nachgedacht *warum* so ein Aufwand erst nötig wird? Ist Dir nie in den Sinn gekommen, das die benutzer gern auf Augenhöhe mit denjenigen kommunizieren möchten, die ihnen Groundspeak als „welche aus ihren Reihen“ vorsetzt und mit besonderen Rechten ausstattet? Die Verschwörungstheorien sind allesamt hausgemacht, hausgemacht durch die Reviewer die sich hinter Sockenpuppen verstecken anstatt mit ihrem (Cacher-)Namen zu dem zu stehen was sie tun.

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