LED LENSER und die Qualität

Für LED LENSER durfte ich ja schon einige LED-Lampen testen und darüber bloggen. Als mehr oder weniger regelmäßiger Nachtcacher benutze ich die Teile ja auch gerne. Als EDV-Einzelhändler habe ich auch einen Distributor, der die Lampen der Zweibrüder anbietet. Und so habe ich in den letzten zwei Jahren einige Lampen an befreundete Cacher und Taucher weiterverkauft, die diese auch intensiv nutzen. Auch wenn sie keine solchen Extremtests machen, blieb es leider nicht aus, dass die Lampen auch innerhalb der Garantiezeit kaputt wurden. Neben bauartbedingten Defekten kämpfen die Lampen vor allem mit Wackelkontakten. Mittlerweile bin ich bei einer Rücksendequote von rund 50 Prozent, bei der Taucherlampe D14 gar bei 100 Prozent.

Alle Lampen habe ich immer innerhalb kürzester Zeit gegen ein Neugerät getauscht bekommen. Aktuell habe ich wieder eine T5 mit Wackelkontakt. Diese habe ich am 22.10. (KW43) losgeschickt. Am 25.10. kam dann eine telefonische Nachfrage. Da ich bisher aber nichts mehr gehört habe, fragte ich nochmal nach. Heute kam die Antwort:

die Bearbeitung des Auftrages erfolgt in der 46. KW, da wir kontinuierlich nach Wareneingangsdatum bearbeiten.

Jetzt darf man spekulieren, ob die Reklamationsabteilung bei LED LENSER so unterbesetzt ist oder ob einfach die Flut an Defekten überhand genommen hat.

Was sind Links wert?

Scheinbar bin ich nicht der Einzige, bei dem die letzten Tage folgende Spammail aufgeprallt ist:

Lieber Herr ,

ich habe für alle GeocacherInnen und Abenteurjunkies Infoseiten (inkl.
Tipps und Lexikon) über das Geocachen an der Nord- und Ostsee erstellt.
Welches sind die beliebtesten Caches? Wo befinden sich die aufregendsten
Verstecke?

Geocachen an der Ostsee
[Link entfernt]

Geocachen an der Nordsee
[Link entfernt]

Waren Sie schon einmal auf Cachingtour an der Nord- oder Ostsee? Wo würden
Sie gerne mal einen Cache an den Küsten verstecken?

Wenn Sie darüber auf Ihrem Blog http://www.abzumcachen.de/ einen kurzen
Artikel schreiben und einen Verweis zu unserer Seite einfügen, erhalten Sie
von mir als Dankeschön ein Caching Set (Behälter 470 ml, Logbuch,
Aufkleber, Bleistift, 10 Coins).

Ich freue mich auf Ihre Antwort und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Liebe Grüße,

Mal abgesehen, dass sich hinter den Links nur Informationen finden, die Geocacher eigentlich nichts bringen, ist der Sinn der Mail natürlich nur, kostengünstig an externe Links zu kommen. Diese sollen dann die beiden Seiten bei Google nach vorne bringen, damit dann mehr Hotelzimmer verkauft werden. Solche Links kosten normalerweise ordentlich Geld und man hofft, diese auf diesen Weg für quasi lau zu bekommen. Wenn ich mir die News von heute so ansehe, sind wohl leider ein paar darauf reingefallen.

Die Art der Kommunikation

Ich hatte schon ein paar Zeilen zu meinem neuen Multi geschrieben (den Beitrag habe ich aber zugunsten dieses Postings gelöscht). Mittlerweile ist er auch freigeschalten. Doch hat mir der Ablauf mal wieder gezeigt, dass es doch ein wenig Defizite gibt.

Kurzfassung: Mein neuer Multi liegt im Gelände des Freilandmuseums Neusath, dessen Träger der Bezirk Oberpfalz ist. Er besteht aus sechs Ablesestationen und einem Finale, dessen Lage mit der Museumsleitung abgestimmt wurde. Auf die  Öffnungszeiten und die fällige Eintrittsgebühr habe ich im Listing hingewiesen. Zusätzlich habe ich einen Link auf die Homepage des Museums gesetzt, damit man eben diese Infos leichter finden kann. Zwecks dem Eintrittspreis habe ich das Attribut “access/parking fees” gesetzt. Das Listing kann sich jeder selbst ansehen, es ist nahezu unverändert online.

Nun gibt es in den Richtlinien den Punkt 2.1 (Kommerzielle Caches sind nicht erlaubt). Die Intention dahinter (zumindest verstehe ich das so) ist wohl, dass man nicht möchte, dass in irgendwelchen Geschäften Dosen gelegt werden oder dass die Caches nur gelegt werden um Produkte zu bewerben. Meinen Multi sah ich davon eigentlich nicht berührt. Das Logo des Museum habe ich bewusst nicht verwendet, man muss keine Mitarbeiter kontaktieren oder Produkte kaufen. Eigentlich ist er wie ein Multi in einer beliebigen Altstadt, wo man eben (statt einer Eintrittsgebühr) fürs Parken oder den ÖPNV zahlt. Zudem gibt es ja in fast jedem Zoo ebenfalls Dosen, die mit dem hier durchaus vergleichbar sind.

Dann die Veröffentlichung bei OC und zeitgleich gab ich den Cache bei GC zum Reviewer. Es folgten gleich zwei Fundlogs, wie ich sie mir erhofft hatte. Nach einer Woche (so lange dauerts wohl derzeit, bis ein Reviewer Zeit hat) dann von eahmschaugo eine Note:

Hallo,

vielen Dank für Deine Cacheanmeldung.

Bevor ich Deinen Cache weiterbearbeiten kann, möchte ich Dich bitten, dass Du Dir von Groundspeak genehmigen lässt, dass für die Suche des Caches Eintritt gezahlt werden muss.

Bitte schreibe dazu eine mail (mit dem GC-Code im Betreff) an contact@groundspeak.com und erwähne, was der Eintritt kostet. Frage am besten auch gleich nach, ob der Link auf die Seite des Museums im Listing in Ordnung ist.

Erste Reaktion von mir und einem Cacherkollegen: Ähm? Hat der keine Lust sich selbst zu informieren? Nachdem die erste Wut verflogen war, fand ich dann in der grünen Hölle Hinweise, dass man da von G$ eine persönliche Genehmigung benötigt, sobald nur der vage Verdacht besteht, es handelt sich um einen kommerziellen Cache. Nur diesen einen Satz als Begründung vom Reviewer und man würde seine Entscheidung verstehen. Nur ein Satz und wir hätten keinen Groll auf ihn gehabt, sondern höchstens auf den Bürokratismus bei G$.

Ich habe dann bei Groundspeak angefragt und nach zwei automatischen Mails, dass man wohl gerade wegen Überlastung keine Zeit hätte, meine Mail zu bearbeiten, wurde nach einer weiteren Woche die Dose freigeschalten.

Ich selbst bekam von Groundspeak keine Antwort, der Reviewer dafür diese Hausaufgabe:

We have received an appeal for GC31RPV and will give permission for it to be published with a 4.50 fee. Would you like to tell the CO the good news?

Dieser Satz wurde dann kommentarlos in eine Reviewer Note kopiert, die dann mit der Veröffentlichung gleich wieder gelöscht wurde. Kein “Hallo Clownfisch”, kein “Viele Grüße”, kein “Leck mich am Arsch”.

Ich spare mir jetzt jeden weiteren Kommentar, stattdessen möchte ich nur einen Satz von stash-lab zu diesem Thema zitieren, der es ganz genau trifft:

ich bin davon überzeugt, dass Kommunikation der einzige Weg ist, um Unstimmigkeiten aus der Welt zu schaffen. Was wir im Dialog mit Jägern und Förstern bereits beginnen konnten, scheint nun auch unter den Geocachern notwendig zu werden.

Wenns so einfach wäre …

Kletter-T5:

… found Blaumeise (Cyanistes caeruleus) (Traditional Cache)

Log Date: 6/21/2012

Das Cache haben wir zwar gefunden, hatten aber leider keine Ausrüstung um an das Logbuch zu kommen.

TFTC

Kleine Freuden

Vor knapp zwei Jahren hab ich meinen Nachtcache Rückkehr nach Endor ausgelegt. Nachdem die lokalen Cacher durch waren herrschte erstmal Flaute. Die Cacherdichte ist hier bei uns nicht so hoch und vielen ist dann der Weg doch ein wenig zu weit. Dann zerstörten Waldarbeiten einen Teil der Wege und ich war öfter zur Wartung da, als Cacher zur Suche. Ich spielte schon mit dem Gedanken einer Archivierung. Ein paar aufheiternde Logs und Mails hielten mich dann davon ab und so freue ich mich nun von Zeit zu Zeit über vereinzelt eintrudelnde Logs und eine Weiterempfehlungsrate von derzeit 82 Prozent. 😀

Garmin und die Zuverlässigkeit

Ein Bekannter von mir war letzte Woche beim “Race across America” (RAAM) am Start. Für den, der es nicht kennt: es handelt sich dabei um ein Nonstop-Radrennen von der West- zur Ostküste Amerikas. Die Viererstaffel, in der er Mitglied war, legte die 4800 Kilometer in 6 Tagen, 5 Stunden und 25 Minuten zurück, was einem Schnitt von rund 32 km/h entspricht. Das gab einen super sechsten Platz in der Gesamtwertung. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle.

Warum schreibe ich hier darüber? Nun, jeder kann sich vorstellen, wie weh es tut, wenn man körperlich ausgelaugt ist und nur ein paar Meter mehr fahren muss, als eigentlich nötig ist. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie das die Psyche ankratzen kann. Eine gute Navigation ist daher sehr wichtig. Wenn man aber sowas hier liest, dann ist das schon bitter:

Da auch drei von fünf Garmin Rad-Navigationsgeräte inzwischen ausgefallen waren, waren die Fahrer vollkommen auf die Anweisungen aus dem Auto angewiesen.

Ich schau mal, dass ich noch an ein paar Infos rankomme. Würde mich schon interessieren, was da versagt hat.

Gezielte Täuschung

Letzte Woche habe ich radioscout als Reviewer tobedone identifiziert. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nichts von den Vorwürfen, die es vor Ort gegenüber radioscout gibt. Grundlage waren zwei Logdateien, die ich per Mail bekommen habe. Das Ganze klang plausibel und war nachvollziehbar. Wie es aussieht bin ich aber einer gezielten Kampagne gegen radioscout aufgesessen, die schon Ausmaße einer Hexenjagd angenommen hat und die zivilisierten Menschen nicht angemessen ist. Ein trauriges Bild, das wir Geocacher da abgeben. Ich möchte zur Informationsquelle nichts weiter angeben. Zwei Reviewer haben mir aber versichert, dass die Kombination Radioscout = tobedone NICHT stimmt. Ich möchte das glauben, denn sollte es sich als Lüge rausstellen, würde es jedwede Qualifikation dieser Reviewer ad absurdum führen.

Zudem habe ich tobedone zweimal persönlich angeschrieben, was keinerlei Reaktion hervor gebracht hat. Dazu muss ich sagen, dass mich das schon ein wenig enttäuscht.

An dieser Stelle bleibt mir nichts weiter, als mich bei meinen Lesern zu entschuldigen. Ich hätte das durch ein wenig tiefere Recherche verhinden können und muss hier meinen Fehler eingestehen. Weiter hätte die Tatsache Reviewer zu sein aber keinerlei Einfluß darauf, ob die Vorwürfe gegen radioscout stimmen oder nicht. Andererseits zeigt es mir einmal mehr, dass es manchmal viel weniger Ärger geben würde, wenn es dieses Versteckspiel der Reviewer nicht geben würde.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch erwähnen, dass das LATeam hinter charlie-chan steckt. Der Reviewer macht daraus weiter kein Geheimnis und hat ein Foto von sich ins Profil genommen. Danke für Deine Offenheit.

Reviewer tobedone

Seit diesem Beitrag werde ich mit Fragen bombardiert, woher ich weiß, dass sich radioscout hinter der Sockenpuppe tobedone verbirgt. Scheinbar gibt es in der Gegend derzeit ganz schön Aufruhr zwecks eingegrabenen Dosen.

Bevor ich jetzt jedem einzeln anworten muss erkläre ich es hier kurz.

Ein Cacher hat (hatte) GC36WG0 auf der Watchlist. Dort wurde am 2.6. ein Fund von tobedone geloggt und sofort wieder gelöscht. Kurz darauf hat radioscout einen Fund mit identischem Wortlaut geloggt. Die Logs liegen mir vor. Sicherlich besteht theoretisch die Möglichkeit, dass die Mails an mich gefälscht sind, doch kamen sie nicht von einer anonymen Adresse und so glaube ich dem Hinweis.

Update: bitte unbedingt hier lesen.

Kleines Update der Reviewerliste

Da ich in letzter Zeit aus verschiedenen Gründen kaum auf Dosensuche war und auch nichts Neues versteckt habe, ist auch die Reviewerliste ein wenig vernachlässigt worden. Heute habe ich aber endlich die neuen Reviewer aufgelistet und auch die verwertbaren und belegten Informationen aus den vielen Mails eingearbeitet. Viele Hinweise musste ich leider unveröffentlicht lassen. Bitte seht ein, dass ich Mails mit dem Text: “Reviewer X ist Geocacher Y, das haben sie am letzten Stammtisch erzählt” nicht verwerten kann.

Cacher, wie wichtig ist Dir Datenschutz?

Vergangenen Dienstag war in Bayern 2 Constanze Kurz vom Chaos Computer Club zu Gast und hat eine Stunde ein paar Datails zu Facebook, Google und Co. erzählt, die teilweise sogar mir neu waren. Dieses sehr empfehlenswerte Interview (Podcast hier) möchte ich zum Anlaß nehmen und ein paar Denkanstöße geben.

Bewegungsprofil auf Geocachingseiten

Ist eigentlich schon mal jemanden bewusst geworden, wie gläsern wir als Cacher sind, wenn wir unsere Besucher bei GC oder OC loggen? Bei jedem x-beliebigen Cacher kann man nachverfolgen, wann er wo war. Warum braucht es diese Funktion? Warum kann man es nicht verhindern, dass andere die eigenen gefundenen Dosen genau nachverfolgen können? Sicherlich kann man jetzt dagegen halten, dass man ja das Log beim jeweiligen Cache sowieso sieht. Allerdings sieht man dort nur das eine Log und nicht die ganze aufbereitete Historie des Cachers.

Beispiel: Ich suche normalerweise in Bayern, weil ich hier wohne. Übers Wochenende fahre ich nach Nordhausen zum tauchen und mache nebenbei ein paar Dosen. Prompt kam Dienstag schon die erste Mail, wo ich darauf angesprochen wurde. Nicht dass mir der Ausflug peinlich wäre oder ich ihn unbedingt verheimlichen wollte. Würde es diese Übersicht aber nicht geben, könnte man übers Wochenende auch mal wegfahren, ohne dass es alle mitbekommen.

Ich lasse es mir eingehen, dass die Cacher aus der Freundesliste die Funde sehen dürfen, warum aber kann man Fremden keinen Riegel vorschieben? Hat es dazu überhaupt schon eine Diskussion gegeben? Oder sind wir in der Hinsicht schon zu abgestumpft? In der Gegend kenne ich einen Geocacher, der nicht alle Funde online loggt. Ich habe ihn noch nicht darauf angesprochen, aber vielleicht liegt es daran?

Welche Daten übertrage ich als Webseitenbetreiber an externe Dienstleister?

Nach einer längeren Pause hat Geocaching Bayern die Seite komplett neu gestaltet und kommt mit täglich neuen Beiträgen. Ich unterstelle den Betreibern keinerlei böse Absicht und nehme diese Seite nur als Beispiel weil dort jede Menge Funktionen verbaut sind, die in meinen Augen nicht nötig sind:

Facebook like: Trackingtool, das Benutzerdaten an Facebook übermittelt ohne daß der Besucher Einfluß nehmen kann. Der ULD hält die Verwendung in Deutschland für illegal und fordert die Webseitenbetreiber zur Entfernung auf.

Google +1: Trackingtool mit gleicher Funktion wie bei Facebook, da Google aber noch weit mehr Möglichkeiten hat, Daten zu verknüpfen, halte ich persönlich den Einsatz für noch bedenklicher als bei Facebook.

Der Webseitenbetreiber vereint mit der Wibiya Free Web Toolbar die oben genannten Komponenten in einer Leiste und übermittelt damit zusätzlich die Benutzerdaten an den israelischen Anbieter. Ein Auszug aus der “Privacy Policy” offenbart, daß mit diesen Daten eigentlich alles gemacht werden darf:

With any of our subsidiaries, joint ventures, or other companies under common control with us, in which case we will require them to honor this policy. Additionally, in the event we go through a business transition such as a merger, acquisition by another company, or sale of all or a portion of our assets, your Personal Information may be among the assets transferred.

Als Betreiber einiger Webseiten verzichte ich persönlich auf solche Tracker, wo es nur geht. Wer als Seitenbetreiber aber meint, er müsse sie einbauen, der sollte dies in der Datenschutzerklärung seinen Besuchern mitzuteilen. Und als Eigenschutz im abmahnfreudigen Deutschland ist das sowieso eine zwingende Notwendigkeit.

Die Gründe für die Verwendung solcher Buttons kann ich nur bedingt nachvollziehen. Vielleicht erhoffen sich Webseitenbetreiber dadurch mehr Besucher oder finden die Buttons einfach nur hübsch cool trendy. Ich bin der Meinung, dass man als Seitenbetreiber mit ordentlichem Inhalt weit mehr Besucher auf seine Seite holen kann als mit irgendwelchen Facebook- oder sonstigen Gruppen. Gerade bei Seiten zu unserem Hobby kommen 90 Prozent der relevanten Besucher sowieso über den Newsaggregator vom Geoclub.

Als Besucher kann man sich wenigstens halbwegs schützen. So sollten Sitzungscookies und ein AD-Blocker (ja, ich widerspreche mir selbst, da ich AdSense eingebaut habe) eine Selbstverständlichkeit sein. Ich persönlich verwende immer zwei Browser. Einen, wo ich mein (ja hab gezwungenerweise auch eines) FB- und Googlekonto abfrage und einen fürs normale Surfen im Web.