Neuer Akkugrill von Conrad

Mein bisheriges Akkuladegerät konnte nur Mignon (AA) und mittlerweile ist doch Bedarf an relativ vielen Microzellen da: LED Lenser H7, LED Lenser M7 und eine Cache Fire UV. Und so hab ich mich bei Conrad Electronic nach einem Ladegerät für Mikrozellenakkus (AAA) umgesehen.

Dass Conrad nicht zu den günstigen Elektromärkten zählt, war mir vorher schon klar und trotzdem hab ich mich dann für ein UFC-5 LCD entschieden, einem Kombigerät für beide Akkutypen mit LCD-Anzeige und Schnellladeautomatik. Dazu gabs noch ein Steckernetzteil und Adapterkabel fürs Autobordnetz. Der hohe Preis erklärt sich, weil gleich vier schnellladefähige Ni-MH Akkus mit 900 mAh dabei waren. Also genau das, was der Cacher braucht.

Zu Hause habe ich mir dann die Bedienungsanleitung durchgelesen und mal die Ladeströme verglichen. 850 mA schiesst das Gerät in die Akkus:

Auf den beigelegten Akkus stand aber, dass die einen Ladestrom von 450 mA vertragen. Da hat bei Conrad mal wieder einer ganz gut aufgepasst. Obwohl ja eigentlich nichts passieren dürfte, denn in der Anleitung zum Gerät steht auch das hier:

Also angesteckt und Akkus rein. Nach 50 Minuten waren die dann auch schon voll. Beim Herausnehmen kam es dann. Die Dinger waren so heiß, dass ich mir die Finger verbrannt habe. Na toll, die Technik in dem Gerät arbeitet ja gigantisch.

Meine Internetrecherche zum Thema Hitze und NiMH-Akkus haben keine eindeutigen Ergebnisse gebracht. Kennt sich jemand aus, ob dadurch die Lebensdauer leidet? Sicher weiß ich nur, dass die Akkus die Ladung schneller verlieren, wenn sie zu warm werden.

12 comments to Neuer Akkugrill von Conrad

  • Natürlich leiden da die Akkus drunter.
    Wenn man Akkus öfter/ständig oberhalb ihrer Spezifikationen läd oder entläd werden sie nachhaltig beschädigt….ich würde den Leuten vom großen C also die Sache gleich wieder auf die Theke legen.

    Gruß

    Lamima

  • ich

    NimH werden gegen Ladeende heiß. Je nach Strom und je nach passender zeitiger Abschaltung etwas mehr oder weniger.

    Da der Strom angeblich gepulst ist, sollte das eigentlich passen. So heiß, dass man sich die Finger verbrennt, ist allerdings nicht gut.

    Ist jetzt die Frage, obs an den billig Conrad-Zellen liegt, oder am Lader. Evtl man was hochwertigeres rein und kucken, obs auch so heiß wird. Wenn ja. Weg damit.

  • Viele nützlich Infos zum Thema Akkus gibt es auch hier: http://www.accu-select.de/ .

    Der Mensch hat in Vor-Eneloop Zeiten noch jeden einzelnen Akkusatz vor dem Versand auf annähernd gleiche Eigenschaften geprüft.

    Mittlerweile geht aber meines Erachtens an Eneloops sowieso kein Weg mehr vorbei, dafür haben sie einfach zu viele Vorteile.

  • -jha-

    Externe Steckernetzteile sind immer blöd, noch ein Teil mehr für den Koffer.
    Gibt auch kompaktere Geräte mit allen diesen Features mit internem Schaltnetzteil und trotzdem mit 12V-Anschluss, z.B. http://www.pearl.de/a-PE7380-5531.shtml für 17 Euro.
    Oder für einen Euro mehr auch mehr Funktionen bei Reichelt:
    http://www.reichelt.de/?ARTICLE=89357
    (aber wieder mit externem Steckernetzteil)

    -jha-

  • -jha-

    Nachtrag: Für 35€ gibt’s auch einen ähnlich schnellen mit Kapazitätsermittlung: http://www.reichelt.de/?ARTICLE=82019 (der für 18 Euro heisst wohl nur Schnellader, ist aber eine lahme Ente).
    Der für 17€ bei Pearl ist jedoch wirklich so fix wie angegeben. Einer davon liegt bei mir immer im Handschuhfach. Der hat schon oftmals Mitcachern „beim Umparken zwischen zwei längeren Caches“ geholfen indem er noch mal eben in 30min ordentlich was in Akkus hineingepustet hat.

  • -jha-

    @Chris Race: Der Vorteil der Enelops liegt darin, dass auch neue Zellen schon Wasserstoff ausgasen, so dass das Tailcap-Gummi platzt? (siehe Thread im Grünen Forum)

  • Hallo und vielen Dank für Ihren Hinweis. Dieser hilft uns in unserem Haus eventuelle Fehlerquellen zu entdecken und zu verbessern. Wir haben diesen Artikel an unsere Qualitätssicherung zur Überprüfung weitergeleitet und auch den Hersteller informiert. Wir melden uns wieder, sobald wir ein Ergebnis haben. Bei weiteren Fragen können Sie sich jederzeit per E-Mail an kundenbewertungen@conrad.de wenden.
    Freundlich Grüsse aus der Oberpfalz

  • Clownfisch

    @Conrad Electronic: Jetzt dachte ich immer, Voltcraft wäre die Eigenmarke? Liege ich da falsch?

    Ins Gerät stecke ich nur noch AA-Akkus, da ists nicht so schlimm.

    Übrigens – auch Grüße aus der Oberpfalz – einfach mal so über die Naab rüber 😉

  • Hallo Clownfisch,

    Voltcraft ist eine eingetragenen Marke der Firma Conrad. Bei uns im Haus werden Voltcraft-Produkte entwickelt und diese werden dann für uns bei führenden Herstellern gefertigt.

    Sonnige Grüsse aus Wernberg-Köblitz 🙂

  • […] Updates veröffentlicht am 7. September. 2010 Conrad Eletronic hat meinen Bericht über ihren Akkugrill gelesen und den Artikel im Shop erstmal gesperrt. Ich hab einen Satz neuer Akkus geschickt […]

  • @-jha-: Ich habe mindestens 20 Eneloops in diversen Geräten im Gebrauch, unter anderem auch in 2 gasdichten Fenix. Und ich werde auch bestimmt nicht mehr den Weg zurück gehen und wieder herkömmliche NiMHs einsetzen, nur weil irgendwo bei irgendwem mal eine Zelle gegast hat …

  • Die Akkus werden vorraussichtlich nicht die 1000 TZyklen halten. Verwende statt den genannten NiMh Akkus LSD-NiMh Akkus.
    Diese werden auch als ready2use oder ähnlich bezeichnet.
    Sie sind bereits vorgeladen und haben eine sehr geringe selbstentladung. Dazu gehören auch Sanyo Eneloop.
    – Solarstrom vorgeladen
    – 1500 Zyklen
    – ca. 75% Restkapazität nach 3 Jahren lagern!

    Zum verwendeten Ladegerät:
    Der Ladestrom ist recht hoch gewählt. Wie Du gemerkt hast werden die Akkus sehr heiß. Solche Ladegeräte haben oft einen Lüfter zur Kühlung oder sind sehr groß. Stichwort Zellenabstand (Maha Ladegerät).
    Wie es ausschaut lässt sich der Ladestrom nicht selbst zum reduzieren.

    Eine Temperaturüberwachung der Zellen ist von der Beschreibung und den Bildern nicht ersichtlich. Das ist nicht zu empfehlen bei einem „Schnell-Ladegerät“.

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