Gezielte Täuschung

Letzte Woche habe ich radioscout als Reviewer tobedone identifiziert. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nichts von den Vorwürfen, die es vor Ort gegenüber radioscout gibt. Grundlage waren zwei Logdateien, die ich per Mail bekommen habe. Das Ganze klang plausibel und war nachvollziehbar. Wie es aussieht bin ich aber einer gezielten Kampagne gegen radioscout aufgesessen, die schon Ausmaße einer Hexenjagd angenommen hat und die zivilisierten Menschen nicht angemessen ist. Ein trauriges Bild, das wir Geocacher da abgeben. Ich möchte zur Informationsquelle nichts weiter angeben. Zwei Reviewer haben mir aber versichert, dass die Kombination Radioscout = tobedone NICHT stimmt. Ich möchte das glauben, denn sollte es sich als Lüge rausstellen, würde es jedwede Qualifikation dieser Reviewer ad absurdum führen.

Zudem habe ich tobedone zweimal persönlich angeschrieben, was keinerlei Reaktion hervor gebracht hat. Dazu muss ich sagen, dass mich das schon ein wenig enttäuscht.

An dieser Stelle bleibt mir nichts weiter, als mich bei meinen Lesern zu entschuldigen. Ich hätte das durch ein wenig tiefere Recherche verhinden können und muss hier meinen Fehler eingestehen. Weiter hätte die Tatsache Reviewer zu sein aber keinerlei Einfluß darauf, ob die Vorwürfe gegen radioscout stimmen oder nicht. Andererseits zeigt es mir einmal mehr, dass es manchmal viel weniger Ärger geben würde, wenn es dieses Versteckspiel der Reviewer nicht geben würde.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch erwähnen, dass das LATeam hinter charlie-chan steckt. Der Reviewer macht daraus weiter kein Geheimnis und hat ein Foto von sich ins Profil genommen. Danke für Deine Offenheit.

15 comments to Gezielte Täuschung

  • […] Gezielte Täuschung    Kleines Update der Reviewerliste […]

  • Ist es denn soooo wichtig zu wissen oder glauben zu wissen, wer Reviewer ist? Ich finde es bedenklich, wenn man wider besseres Wissen einfach mal einen Namen in die Community wirft.
    Auch wenn Blogs keine große Verbreitung haben, hat man als Betreiber doch eine Verantwortung für das was man schreibt.
    Auch bei Fragen an die Reviewer gilt: So wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

    Es hat Gründe, weshalb sich einige Reviewer bedeckt halten, wenn es um ihre Identität geht und das sollten wir alle respektieren!

  • Clownfisch

    @42: Von den Reviewern, die ich bisher angeschrieben habe, wird sich keiner über einen rüden Umgangston oder Beleidigungen meinerseits beschweren können. Lediglich einen Reviewer aus unserer Gegend habe ich in der Vergangenheit scharf kritisiert und ich halte ihn noch immer ungeeignet für diesen Job. Er war übrigens auch der Hauptgrund, warum ich diese Liste angefangen habe und selbst keine Dosen mehr lege. Desweiteren bin ich der Meinung, wenn ich den Reviewerjob mache, dann stehe ich auch dazu, dann verteidige ich meine Entscheidungen, dann kann ich auf Stammtischen mal was über meine Arbeit erzählen, dann gehöre ich zur Cachergemeinschaft. Ansonsten schwebe ich irgendwo oben drüber und die Cacher müssen das alles als gottgegeben hinnehmen und uns entweder im Stillen ärgern oder unseren Unmut in Foren und Blogs offen äussern. Für Dich wird das ein wenig anders sein, Du pflegst regelmäßig Kontakt zu einem oder mehreren Reviewern und gehst selbst mit ihnen auf Suche.

    BTW: Ich finde super, was StoerteBreker auf seiner neuen Seite macht. Sicherlich haben nicht alle Reviewer die Möglichkeit und die Zeit, aber so finde ich das super.

  • dob

    nix wird so heiß gegessen wie es gekocht wird, oder wie war das?
    Außerdem versteh ich das ganze Hickhack um „wer steckt hinter welchem Reviewernamen“ sowieso nicht, irgendwie scheinen sich manche in dieses HOBBY so hinein zu steigern, dass es ungesunde und schwer nachvollziehbare neurologische Störungen hervorruft, oder auf deutsch gesagt: die sind bekloppt.
    Gerade weil es beim Geocaching eben keine Vereinsmeierei wie bei Karnickelzüchtern etc. gibt sollte wir es doch nicht übertreiben mit diesem Kindergarten.
    just my 2 Cents 😉

  • Andreas Dorfer

    Ich bewundere jeden, der freiwillig diesen Job macht.
    Und wer da anonym bleiben will, der soll es in Herrgottsnamen eben bleiben.

    Die Bezahlung ist grottenschlecht. Der Handlungsspielraum minimal. Die eigentliche Arbeit mit Sicherheit der letzte Dreck. Gibt noch nicht mal einen Gotteslohn dafür.

    Lauter Kunden, die alles besser wissen, andauernd mit Beschwerden drohen und einem zudem jeglichen jeden eigenen Fehler (kann ja durchaus mal passieren) bis zum jüngsten Tag nachtragen, dazu sicherheitshalber auch noch in x Foren und bei FB breittreten.
    Und das ganze für eine Firma, die eine strategische Ausrichtung hat, die nicht erst in den letzten 2 Jahren für Deutschland als „fraglich“ angesehen werden kann.
    Und selbst „für die Community“ mag ich kaum noch schreiben, denn (auch wegen letztem Punkt, siehe „Massenrummel“= mag man deren Existenz kaum noch annehmen. Eher „Ansammlung von rücksichtslosen Einzelkämpfern, ahnungsarmen Familienvätern und schmerzbefreiten Partypeople“.

    Aber zurück zum Thema:

    Die Identität von Reviewern „investigativ aufdecken“ zu wollen, die offensichtlich anonym bleiben wollen, das widerspräche zumindest meinem Verständnis von Persönlichkeitsrechten.

  • lars

    Ich finde es gut dass Du den Sachverhalt durch Deine Entschuldigung geradegezogen hast und hoffe das Du daraus lernst.
    Es gab vor nicht allzu langer Zeit einen Aufruf zur Lynchjustiz in einem Mordfall. Die Tragweite ist natürlich eine ganz andere keine Frage, aber es mag deutlich machen welche Auswirkungen kurzfristig getätigte, oftmals von Emotionen getriebene Postings haben können.

  • Wegen Ärger mit einem Reviewer legst du keine Dosen mehr? Denk mal drüber nach… *kopfschüttel*

  • Recht interessant finde ich ja, das hier in den Kommentaren gern wieder die Reviewer als Opferlämmer dargestellt werden, sogar von Persönlichkeitsrechten ist die Rede. Leute, bleibt mal auf dem Teppich: Das sind offizielle Mitarbeiter einer nicht unerheblich großen Firma, mit der die meisten Geocacher in einem Geschäftsverhältnis stehen. Da ist die Arbeit mit einer Sockenpuppe absolut daneben, ja sogar eine Frechheit der Kundschaft gegenüber, so das es nur verständlich ist, wenn sich die (zahlenden!) Kunden dafür interessieren, wer denn nun über Gut und Böse entscheidet. Das die ehrenamtlich arbeiten mag sein (bisher konnte halt noch niemand das gegenteil beweisen, sicher ist es aber auch nicht), aber das gibt den Reviewern kein Recht, hier als Geheimbund aufzutreten.

    Aber soviel nur dazu, wer mal liest was da oben geschrieben steht, der wird schnell merken das es nicht um das Für und Wider der Benutzung von Sockenpuppen beim Review geht, es geht darum, das jemand einen Fehler gemacht hat und diesen hier ganz offen einsteht bzw. richtig stellt. Darüber hinaus geht es darum, das da irgendwo jemand ganz gezielt versucht einen anderen Geocacher, hier radioscout, in Mißkredit zu bringen und dabei auch nicht davor zurückschreckt, sich solcher Methoden zu bedienen wie sie Clownfisch oben beschrieb. Und darüber sollte man sich mal Gedanken machen und nicht darüber, das eben nicht jeder hörig alles billigt was aus Seattle kommt, hier eben die Sockenpuppengeschichte.

  • Clownfisch

    @lars: Ich entschuldige mich bei den Lesern für die Fehlinformation, nicht bei den beiden Beteiligten. Egal ob radioscout der Denunziant ist oder nicht, wäre er Reviewer gewesen, hätte das nichts an der Tatsache geändert. Die Hexenjagd haben andere veranstaltet. Umgekehrt hat tobedone sowieso keinen Nachteil gehabt.

  • Die Reviewer sollten sich ganz klar zu erkennen geben. Wenn ich im Fitneßstudio meinen monatlichen Beitrag bezahle, kann ich auch erwarten, daß es einen festen, benennbaren Ansprechpartner gibt und nicht eine verhüllte Mönchskutte.
    Wenn ich Caches unter meinem Account zur Cachen freigeben möchte, bekomme ich eine Ablehnung von … ja von wem denn? Von einer Sockenpuppe.
    Und dazu kommt noch, daß die Reviewer gar nicht diskutieren bzw. auf Argumente eingehen, sondern einfach immer und immer wieder ihre Meinung vortragen. Und die wird auch nicht geändert.
    Zieht man dann einen anderen Reviewer hinzu, schlägt der sich dann immer auf die Seite seines Kollegen. Der würde ja sonst sein Gesicht verlieren.

    Aktuelles Beispiel: Ich frage an ob ein Cache, bei dem man eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit hat zu loggen (man kann die Wahrscheinlichkeit nicht selber beeinflussen, eher ein Glücksspiel) regelkonform ist. Dann heißt es auch nach eingehender Beratung mehrerer Reviewer habe sich nichts an der Einschätzung des publishenden Reviewers geändert. Alles OK. Heute bekomme ich die Owner-Info, daß der mittlerweile archivierte Cache aufgrund Druckes der Reviewer archiviert wurde. Im Listing ist davon nichts zu sehen, der Owner wurde direkt kontakiert. ???

    Daher ganz klar, alle Reviewer sollen sich mit ihrem normalen Account outen. Es verlangt ja keiner die Privatnamen oder -adresse.

  • imprinzip

    Leute, lasst gut sein!

  • ZERO74

    Diese Fake-Aktion ist sehr heftig und macht nachdenklich…
    Grundsätzlich könnte sich GS vielleicht einen anderen Umgang mit den Reviewer Identitäten überlegen, denn „fehlende Informationen + Interesse = Gerüchte“
    Ich von froh, dass hier jetzt Klarheit besteht und würde mir wünschen, dass dies auch bei dem Thema „vergrabene Dosen“ gelingt.

  • Rainer

    Journalist: Herr Minister, mir liegen Unterlagen vor, aus denen hervorgeht, dass sie Bestechungsgelder angenommen haben.
    Minister: Aber nein! Natürlich nicht!
    Etwas später:
    Journalist: Herr Minister, ich habe mit 2 ihrer Parteifreunde gesprochen. Beide bestätigten dass sie kein Geld angenommen haben. Ich entschuldige mich bei meinen Lesern weil ich sie im falschen Verdacht hatte. Die Unterlagen müssen gefälscht gewesen sein.

  • @Rainer: Naja, nicht ganz! Es geht ja nicht um Bestechung!

    Journalist: Herr Minister, mir liegen Unterlagen vor aus denen hervorgeht, dass sie gläubiger Christ, engagierter Alt-Pfadfinder, leidenschaftlicher Elektornikbastler, Microliebhaber und überaus penibel bei der Befolgung von Regeln sind!
    Minister: Aber nein! Natürlich nicht!
    Etwas später:
    Journalist: Herr Minister, es liegt eine Verwechslung vor und ich entschuldige mich für die falschen Verdächtigungen!

  • Clownfisch

    @Rainer: Der Schluß, dass die Unterlagen gefälscht wurden, ergibt sich in diesem Fall nicht aus der Tatsache, dass die Minister was anderes gesagt haben, sondern dass sich der Informant selbst diskreditiert hat und der Journalist vor Veröffentlichung nicht ausreichend geprüft hat.

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