Cacher, wie wichtig ist Dir Datenschutz?

Vergangenen Dienstag war in Bayern 2 Constanze Kurz vom Chaos Computer Club zu Gast und hat eine Stunde ein paar Datails zu Facebook, Google und Co. erzählt, die teilweise sogar mir neu waren. Dieses sehr empfehlenswerte Interview (Podcast hier) möchte ich zum Anlaß nehmen und ein paar Denkanstöße geben.

Bewegungsprofil auf Geocachingseiten

Ist eigentlich schon mal jemanden bewusst geworden, wie gläsern wir als Cacher sind, wenn wir unsere Besucher bei GC oder OC loggen? Bei jedem x-beliebigen Cacher kann man nachverfolgen, wann er wo war. Warum braucht es diese Funktion? Warum kann man es nicht verhindern, dass andere die eigenen gefundenen Dosen genau nachverfolgen können? Sicherlich kann man jetzt dagegen halten, dass man ja das Log beim jeweiligen Cache sowieso sieht. Allerdings sieht man dort nur das eine Log und nicht die ganze aufbereitete Historie des Cachers.

Beispiel: Ich suche normalerweise in Bayern, weil ich hier wohne. Übers Wochenende fahre ich nach Nordhausen zum tauchen und mache nebenbei ein paar Dosen. Prompt kam Dienstag schon die erste Mail, wo ich darauf angesprochen wurde. Nicht dass mir der Ausflug peinlich wäre oder ich ihn unbedingt verheimlichen wollte. Würde es diese Übersicht aber nicht geben, könnte man übers Wochenende auch mal wegfahren, ohne dass es alle mitbekommen.

Ich lasse es mir eingehen, dass die Cacher aus der Freundesliste die Funde sehen dürfen, warum aber kann man Fremden keinen Riegel vorschieben? Hat es dazu überhaupt schon eine Diskussion gegeben? Oder sind wir in der Hinsicht schon zu abgestumpft? In der Gegend kenne ich einen Geocacher, der nicht alle Funde online loggt. Ich habe ihn noch nicht darauf angesprochen, aber vielleicht liegt es daran?

Welche Daten übertrage ich als Webseitenbetreiber an externe Dienstleister?

Nach einer längeren Pause hat Geocaching Bayern die Seite komplett neu gestaltet und kommt mit täglich neuen Beiträgen. Ich unterstelle den Betreibern keinerlei böse Absicht und nehme diese Seite nur als Beispiel weil dort jede Menge Funktionen verbaut sind, die in meinen Augen nicht nötig sind:

Facebook like: Trackingtool, das Benutzerdaten an Facebook übermittelt ohne daß der Besucher Einfluß nehmen kann. Der ULD hält die Verwendung in Deutschland für illegal und fordert die Webseitenbetreiber zur Entfernung auf.

Google +1: Trackingtool mit gleicher Funktion wie bei Facebook, da Google aber noch weit mehr Möglichkeiten hat, Daten zu verknüpfen, halte ich persönlich den Einsatz für noch bedenklicher als bei Facebook.

Der Webseitenbetreiber vereint mit der Wibiya Free Web Toolbar die oben genannten Komponenten in einer Leiste und übermittelt damit zusätzlich die Benutzerdaten an den israelischen Anbieter. Ein Auszug aus der “Privacy Policy” offenbart, daß mit diesen Daten eigentlich alles gemacht werden darf:

With any of our subsidiaries, joint ventures, or other companies under common control with us, in which case we will require them to honor this policy. Additionally, in the event we go through a business transition such as a merger, acquisition by another company, or sale of all or a portion of our assets, your Personal Information may be among the assets transferred.

Als Betreiber einiger Webseiten verzichte ich persönlich auf solche Tracker, wo es nur geht. Wer als Seitenbetreiber aber meint, er müsse sie einbauen, der sollte dies in der Datenschutzerklärung seinen Besuchern mitzuteilen. Und als Eigenschutz im abmahnfreudigen Deutschland ist das sowieso eine zwingende Notwendigkeit.

Die Gründe für die Verwendung solcher Buttons kann ich nur bedingt nachvollziehen. Vielleicht erhoffen sich Webseitenbetreiber dadurch mehr Besucher oder finden die Buttons einfach nur hübsch cool trendy. Ich bin der Meinung, dass man als Seitenbetreiber mit ordentlichem Inhalt weit mehr Besucher auf seine Seite holen kann als mit irgendwelchen Facebook- oder sonstigen Gruppen. Gerade bei Seiten zu unserem Hobby kommen 90 Prozent der relevanten Besucher sowieso über den Newsaggregator vom Geoclub.

Als Besucher kann man sich wenigstens halbwegs schützen. So sollten Sitzungscookies und ein AD-Blocker (ja, ich widerspreche mir selbst, da ich AdSense eingebaut habe) eine Selbstverständlichkeit sein. Ich persönlich verwende immer zwei Browser. Einen, wo ich mein (ja hab gezwungenerweise auch eines) FB- und Googlekonto abfrage und einen fürs normale Surfen im Web.

 

Der etwas andere Powertrail

Gestern Abend kamen innerhalb weniger Minuten rund 60 Benachrichtigungen mit neuen Caches. Im ersten Augenblick dachte ich noch, die werden doch wohl nicht einen Statistikpowertrail in unserer Gegend gelegt haben. Auf den zweiten Blick stellte ich dann fest, dass alle Dosen im benachbarten Tschechien entlang der Grenze im ehemaligen Sperrgebiet liegen. Das Gelände dort kenne ich von verschiedenen Radausflügen relativ gut. Viele geteerte Straßen die ehemals zu Grenzpatrouille gebaut wurden, wurden nach der Grenzöffnung zu Radwegen umfunktioniert. Der gesamte Streifen wurde für Autos und Motorräder gesperrt und zur Schutzzone erklärt. Somit sind sie nur per Rad oder zu Fuß erreichbar.

Gelegt wurden die Dosen von Kocour.Mikeš (Kater Mikesch) und alle als Small kategoriert. Das verheißt also demnächst einen schönen langen Radausflug.

Ein “no go” für Blogbetreiber

Viele Blogs setzen auf WordPress als CMS-System. Möchte man als Besucher einen Beitrag kommentieren, muss man im Normalfall seine Mailadresse hinterlassen. Diese wird hauptsächlich für automatische Benachrichtigungen bei abonierten Beiträgen etc. verwendet. Gelegentlich nehme ich so auch mit einzelnen Kommentatoren direkten Kontakt auf, wenn dies (warum auch immer) erforderlich wird. Was aber gar nicht geht ist, daß man die Mailadressen seiner Kommentatoren verwendet um eine Rundmail zu starten, in der man direkt seine eigenen Blogbeiträge bewirbt. Damit disqualifiziert man sich als seriöser Blogbetreiber.

Bastelstunde: Das Logbuch

Natürlich kann man auch für 99 Cent irgendwo ein kleines Notizbuch mit stabilen Deckel kaufen, doch warum so viel Geld ausgeben? Es geht doch auch viel günstiger! Man nehme einfach einen kleinen Stapel Schmierblätter und hefte ihn zusammen. Der Stapel sollte nicht zu dick sein, sonst schaffts der Klammerer nicht mehr. Achja: Beschriftung nicht vergessen!

Gesehen in einem Cache in der Gegend. *kopfschüttel*

 

Hauptsache neue Gimmics

Ich mein, dass sonntags die Seite von GC.com langsam ist, daran hat man sich ja schon lange gewöhnt. Dass sie aber down war, hatte ich bis dato noch nicht erlebt. Aber klar, wenn man seine Resourcen nur in Gimmics wie Avatarbilder in den Kommentaren und Challengecaches investiert, statt in die grundlegenden Funktionen, dann braucht man sich nicht wundern. Ganz toll ist es für den Anwender, wenn dann das Log im Nirvana verschwunden ist, wie in diesem Fall.

Challengecaches WTF?

Seit dem letzten Update bei GC.com habe ich in meiner Übersicht neben meinen Funden un den versteckten Caches ein Null für Challenges stehen. Erstmal war Verwirrung angesagt, denn eigentlich hatte ich mit GC2GV27  ja schon erfolgreich einen Challengecache absolviert. Wird also vielleicht doch was anderes sein. Aber in der glücklicherweise gibts ja einen Link in der Infoblase: Learn more about Geocaching Challenges. Oh, da kommt man mit dem Firefox nicht ran. Haben wohl die Entwickler mal wieder nicht über den Browsertellerrand geschaut. Also dann doch lieber mal wieder in der grünen Hölle vorbeigeschaut. Oh, heiße Diskussionen sind schon im Gange und juhu, Groundspeak hat wieder ein supertolles neues Feature eingebaut. Wieder eines, das die Welt nicht braucht, da es mit Geocaching eigentlich gar nichts mehr zu tun hat. Die Null in der Statistik wird mich wohl mein weiteres Cacherleben begleiten.

Apropos supertolle neue Features: Wofür sollte der Menüpunkt Souvenir noch mal gut sein?

Womit verdient Garmin eigentlich Geld?

Im September 2009 habe ich mein eTrex Vista HCx über einen Händler bei Amazon gekauft. Ich hatte mich damals eingelesen und das Gerät wurde in einem Forum gar als “unkaputtbar” beschrieben. Die Bedienung mittels Joystick und die kompakte Bauweise begeisterten mich vom ersten Tag. So dachte ich, die richtige Wahl getroffen zu haben. Leider währte die Freude nur vier Wochen, denn dann war das Empfangsteil defekt und nichts ging mehr. Nach einem Anruf beim Garminsupport bekam ich einen RMA-Nummer nach rund drei Tagen hatte ich ein neues Gerät. Das funktionierte dann ein halbes Jahr, bis plötzlich der Joystick nur noch in eine Richtung steuern wollte. Auch hier bekam ich innerhalb kürzester Zeit ein Neugerät.

Gerät Nummer drei hatte dann eigentlich keinen technischen Defekt, doch passierte das, was man bei zahlreichen anderen Benutzern nachlesen kann und scheinbar ein Serienproblem ist. Es löste sich langsam die umlaufende Gummierung vom Gerät ab, was anfangs nicht so schlimm war. Mit der Zeit verflüssigte sich das Klebharz aber immer mehr und der Gummi blieb kaum noch an seinem Platz. Zudem hatte ich ständig Kleber an den Fingern. Lange Rede kurzer Sinn: Seit gestern habe ich Gerät Nummer vier. Der Garminsupport ist top!

Eine Frage bleibt aber im Raum stehen: 189,- Euro habe ich damals für das Gerät gezahlt. Verdient kann da für Garmin definitiv nichts mehr sein. Und gerade den Fehler mit der Gummierung kenne ich aus dem Bekanntenkreis noch zwei weitere Male. Und ein Problem habe ich jetzt auch: Nächsten Monat läuft die Garantie ab. Mal sehen, ob ich bis Weihnachten schon ein anderes Gerät brauche.

Wandern und Geocaching am Rennsteig

Rund 200 Rennsteige und Rennwege gibt oder gab es im deutschen Sprachraum. Wenn man jedoch heute vom Rennsteig spricht, dann meint man normalerweise den einen über rund 170 Kilometer von Hörschel an der Werra nach Blankenstein an der Selbitz. Vor rund 20 Jahren war ich als technischer “Entwicklungshelfer” in Thüringen und seitdem saß der Gedanke in meinem Kopf fest, den Rennsteig irgendwann man zu erwandern. Jetzt war es endlich soweit. Da es zwar jede Menge Seiten zu dem Thema gibt, die meisten aber nur Werbung fürs eigene Reiseunternehmen und wenig praktische Infos beinhalten, möchte ich ein paar Erfahrungen meiner Wanderwoche zusammenfassen.

Rennsteig

Die Laufrichtung:
Die meisten gehen von West nach Ost, sprich von Hörschel nach Blankenstein. Ich habe mich für die Gegenrichtung entschieden, da ich mir so ein paar Anfahrtskilometer sparen wollte. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass so auch die schönsten Stücke zum Ende kamen. Gerade das Stück durch Bayern weiterlesen: Wandern und Geocaching am Rennsteig

Randnotizen #1

  • Cachewartung: Wenn eine Dose mit einem Zahlenschloß versperrt ist, ist es eigentlich der Sinn, dass man das Schloß anschließend wieder versperrt. Nun kann es sein, dass man – aus welchem Grund auch immer – das Schloß nicht wieder zu bekommt. Eine Nachricht an den Owner sollte dann selbstverständlich sein, oder? #GC2HX50
  • Pseudo-Earthcache: Wieder an einen Earthcache gekommen, wo es ausser einem schönen Ort nichts gab. Weder ist eine Infotafel vorhanden, noch bezogen sich die Fragen irgendwie auf die geologische Besonderheiten.  Also DNF geloggt und ausser einer Löschung und einer frechen Mail mit fadenscheinigen Argumenten keine Reaktion bekommen. Wenigstens hat der Owner den Hinweis entfernt, dass Logs ohne Foto gelöscht werden. Interessant dabei auch, dass die lokale Szene alle schöne brav nen Found geloggt habe, wo es doch offensichtlich ist, dass hier was faul ist. Naja, wenns der Statistik hilft… #GC2EFG8

Form follows function?

Irgendwie hat das Update bei GC mal wieder gezeigt, dass die Designer wohl mal wieder zu viel zu sagen hatten. So ist es wohl dem Versuch einer optischen Verschönerung durch eine fixe Breite geschuldet, dass man jetzt wesentlich mehr scrollen muss als vorher. Gottlob gibt es von Da-Fi bereits dieses Script für Greasmonkey, das die Fixierung aufhebt und dafür sorgt, dass der ganze Bildschirminhalt ausgenutzt wird.